Was hat Vintage mit Recycling zu tun?

Wenn gar nichts mehr zu retten ist: Die Einzelteile werden weiterverwendet!

Ein Argument, sich für die Einrichtung und das Dekorieren mit vorgeliebten Stücken zu entscheiden, ist die Nutzung vorhandener, bereits verarbeiteter Ressourcen – genau wie beim großen Vintage-Trend Kleidung.

Und wenn ein Stück mal wirklich nicht mehr zu gebrauchen ist – macht nichts!

Die meist hohe Qualität der Materialien von Vintage-Stücken erlaubt es, die Einzelteile in einer neuen Kreation weiterzuverwenden. Das gilt für Möbel genauso wie für Textilien. Viele dekorative Vintage-Stücke erlauben die erneute Verwendung des Materials – aus alt mach neu!


Damit ist nicht das rücksichtslose Weiß-Anmalen alter Möbel gemeint und auch nicht das Zerlegen intakter Bücher für kurzlebige Papierbasteleien. Sondern die Nutzung der Einzelteile, die sonst auf dem Müll landen würden.



Vom alten Bett gibt es nur noch Kopf- oder Fußende? Das wird mit etwas Geschick das Rückenteil einer Sitzbank.

Am Schrank fehlt eine Tür? Der Rest ist noch da, und der ist aus massivem Hartholz! Mach was draus – und damit ist kein Lagerfeuer gemeint.

Die Patchworkdecke von Oma hat Löcher? Wir verwenden die intakten Stücke als Frontseiten für Kissen oder kleinere Decken. Und der Rest kann in die Stoffkiste – für eine neue Kreation. Oder gar auf den Kompost – denn alte Textilien bestehen zumeist aus Naturmaterialien wie Leinen oder Baumwolle und die verrotten zu herrlicher Gartenerde.

Es gibt nur noch einzelne der niedlichen, bestickten Servietten, dafür aber viele unterschiedliche? Wir fügen sie alle zusammen, wir „machen" sozusagen Stoff und haben anschließend eine herrlich individuelle Tischdecke – oder einen Vorhang. Manche Stoffe können sogar noch mehr: Für die, die mehr als nur eine gerade Naht zustande kriegen, eignet sich ein Patchwork aus alten Stoffen sogar für einen Rock, ein Kleid, ein Top oder einen Morgenmantel. Ganz nach Geschmck, ganz individuell, das hat sonst keiner!

Nach einem langen Leben mit zweckmäßigem oder auch nur dekorativem Einsatz geht es also für viele Stücke aus dem Fundus weiter – das ist wahrhaft nachhaltig und ressourcenschonend!